Demenz - Individuelles Leistungsprofil, Kognitives Training, Angehörigenberatung

Was ist überhaupt eine Demenz?

Demenz bezeichnet die Oberkategorie für eine Reihe meist chronischer (langandauernder) und fortschreitender Erkrankungen des Gehirns. Im Alltag ist vor allem der Begriff "Alzheimer" gebräuchlich, eine Form der Demenz, die mit gravierender Vergesslichkeit in Verbindung gebracht wird. Eine Demenz beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf das Gedächtnis, weshalb vor allem in den Frühstadien der Erkrankung die vorliegenden Beeinträchtigungen als Ganzes betrachtet werden müssen.

Häufige Symptome und Frühwarnzeichen einer sich entwickelnden Demenz:

  • Eine Abnahme des Gedächtnisses – vor allem beim Lernen neuer Informationen. In den frühen Stadien der Demenz werden häufig vereinbarte Termine übersehen, Dinge im Haushalt verlegt und kürzlich erhaltene Informationen rasch vergessen.
  • Die Urteilsfähigkeit und das Denkvermögen sind im Vergleich zu früher vermindert. Das bedeutet beispielsweise, dass man Schwierigkeiten entwickelt, Pläne zu machen und Dinge zu organisieren.
  • Oftmals werden Personen im Frühstadium einer Demenz auch emotional labiler (sie weinen öfter oder haben rasche Stimmungsschwankungen), reizbarer, apathischer (die Personen scheinen ihre Umgebung weniger wahrzunehmen) und ziehen sich häufiger aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Demenz, Depression oder doch etwas ganz anderes?

Viele Symptome einer beginnenden Demenz ähneln stark denen einer depressiven Störung, vor allem in Bezug auf Vergesslichkeit, Unorganisiertheit, Rückzug aus dem sozialen Leben und eine erhöhte Reizbarkeit. Deshalb ist eine umfassende differentialdiagnostische Abklärung (Feststellung einer Diagnose unter Ausschluss anderer Diagnosen) besonders wichtig.

Wie läuft eine Demenzdiagnostik beim klinischen Psychologen ab?

Eine umfassende Demenzdiagnostik kann in folgende Schritte unterteilt werden:

  1. Ausführliche Anamnese mit der/dem Klientin/en und nahen Angehörigen (Fragen wie: Wie war die Leistungsfähigkeit früher? Was hat sich verändert? Wie merken Sie das? Seit wann ist das so?).
  2. Im Anschluss erfolgt eine neuropsychologische Abklärung zur Erstellung des aktuellen kognitiven Leistungsprofils (Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Urteilsvermögen).
  3. Danach folgt die Einordnung: Welche Leistungseinbußen sind vorhanden? Und: Sind diese Leistungseinbußen bereits als Beeinträchtigung zu werten oder sind sie altersbedingt (auf das Alter der Person bezogen) noch im normalen Bereich?
  4. Zusätzlich wird vor dem Aufsuchen eines klinischen Psychologen zur Demenzabklärung zumindest eine neurologische Untersuchung und bei Verweis durch den Neurologen eine Abklärung der Gehirnstruktur durch einen Radiologen dringend empfohlen. Die im Alltag beobachtbaren Beeinträchtigungen der betroffenen Personen werden oft durch Veränderungen im Gehirn infolge der Erkrankung verursacht. Können Zusammenhänge zwischen degenerativen Abbauprozessen des Gehirns und den vorliegenden Beeinträchtigungen in verschiedenen kognitiven Funktionen hergestellt werden, so erhöht dies die Diagnosesicherheit, vor allem in den frühen Stadien einer Demenz. 

Mein/e Angehörige/r hat Demenz. Was soll ich jetzt tun?

Demenz ist eine Erkrankung, die derzeit nicht heilbar ist. Je nach Form und Verlauf der Demenz können die Symptome langsam über Jahre oder sehr rasch auftreten. Dies stellt einerseits einen gravierenden Einschnitt in die Lebensqualität der Betroffenen dar und andererseits belastet es das gesamte Helfersystem, insbesondere nahe und pflegende Angehörige. Gerne berate ich Betroffene und Angehörige im Umgang mit einer Demenzerkrankung, um ihnen die Anpassung an die neue Lebenssituation zu erleichtern.

Kognitives Training: Förderung der kognitiven Fähigkeiten

Neben medikamentösen Therapien stellt das kognitive Training eine wichtige Säule zur Verlangsamung der Erkrankung dar. Kognitives Training zielt darauf ab, die geistige Aktivität und das Erinnerungsvermögen zu fördern. Ich nutze hierzu wissenschaftlich fundierte Methoden zur Gedächtnisförderung und Orientierung im Alltag sowie computergestützte Trainingsverfahren.

Mein Angebot zusammengefasst:

  • Abklärung einer möglicherweise vorliegenden Demenzerkrankung und Erstellung eines individuellen Leistungsprofils.
    Wichtig: Der Befund über das derzeitige kognitive Leistungsprofil dient lediglich der Ergänzung einer fachärztlichen Untersuchung. Die endgültige Diagnose wird durch einen Neurologen oder Psychiater gestellt.
  • Verlaufskontrolle bei bereits gesicherter Demenz zur Schweregradeinschätzung der Erkrankung – vor allem wichtig bei der Pflegegeldeinstufung.
  • Beratung von betroffenen Personen sowie nahen und pflegenden Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung.
  • Kognitives Training, um die kognitive Leistungsfähigkeit von Betroffenen möglichst lange erhalten zu können.

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© Martin Herzog, MSc

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