Bin ich wirklich gut genug? (Selbstwert und Selbstwertkrise)
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Bereits von klein auf versuchen wir, unseren Platz in der Gesellschaft zu finden. Wer wir sind und was wir wollen, ändert sich im Laufe des Lebens als Teil eines natürlichen Veränderungsprozesses. Eine wichtige Rolle spielt hier der Selbstwert - also das Bild, das ICH von mir selbst habe. Manchmal kann es passieren, dass dieses Selbstbild ins Wanken gerät. Niemand ist an jedem Tag zu 100 % glücklich mit sich selbst. Gleichzeitig passiert es immer wieder, dass Menschen in eine Selbstwertkrise geraten, wodurch beinahe alle Bereiche des täglichen Lebens beeinträchtigt werden können.
Was ist eine Selbstwertkrise und wie entsteht sie?
Eine Selbstwertkrise entsteht dann, wenn das Bild von mir selbst so stark ins Wanken gerät, dass ich sowohl meine eigene Wertigkeit (was bin ich wert?) als auch meine Identität (Wer bin ich überhaupt?) in Frage stelle. Menschen geraten häufig nach Misserfolgen oder Rückschlägen wie dem Jobverlust oder dem Ende einer langjährigen Beziehung in eine Selbstwertkrise. Zusätzlich können normale Lebensübergangsphasen, die fast jeder Mensch durchlebt (Auszug aus dem Elternhaus, Studium oder Berufseinstieg, Austritt aus dem Berufsleben) zu Schwierigkeiten führen. So kann ein geringer Selbstwert aufgrund häufiger Rückschläge in einer Lebensübergangsphase zu einer Selbstwertkrise und in weiterer Folge zu einer Störung der Anpassung an die neuen Lebensumstände (kurz Anpassungsstörung) führen.
Wenn Sie sich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befinden, das Gefühl haben sich selbst zu verlieren oder Unterstützung und Strategien für die Anpassung an neue Lebensumstände benötigen, so melden Sie sich gerne.
Ich weiß nicht, was ich fühlen soll. (Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung)
Die populärwissenschaftliche Frage im Buchtitel von Richard David Precht „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?" bietet einen guten Einstieg für die Frage nach der Persönlichkeit des Menschen. Jeder Mensch wird sich im Laufe seines Lebens fragen: „Wer bin ich eigentlich?", und „Gibt es nur das eine ICH oder bin ich vielleicht viele Ichs in einer Person?" Tatsächlich ist es so, dass wir im Laufe unserer Entwicklung viele verschiedene Persönlichkeitszüge in uns „wachsen" und „gedeihen" lassen, ähnlich den Trieben einer Pflanze.
Die Summe unserer Einzelteile - Persönlichkeit
Im Laufe des Lebens - geprägt durch Erfahrungen, verschiedene Umwelteinflüsse und genetische Faktoren - entwickelt jeder Mensch ein Set von Denk- und Handlungsweisen, mit denen die Person alltägliche Anforderungen bewältigt. Diese Identität oder Persönlichkeit ist etwa mit Mitte Zwanzig voll ausgebildet und bleibt über das restliche Leben relativ stabil. Man könnte sagen: „Die Frage nach dem ‚Wie viele bin ich?" stellt sich vor allem in jungen Jahren und kommt immer seltener vor, je älter man wird und je gefestigter die eigene Persönlichkeit ist.
Gerade im Bereich der Persönlichkeit sollte es niemals um Selbstoptimierung gehen! Gleichzeitig kommt es immer wieder vor, dass Menschen unzufrieden mit einigen Denk- oder Verhaltensweisen sind, da diese mehr Schaden als Nutzen bringen. Hier kann ich Sie in folgenden Bereichen behandeln und beraten:
Selbstwertkrisen und negative Persönlichkeitsmerkmale gehen oft Hand in Hand. Dabei kann es leicht passieren, dass die Unzufriedenheit darüber, wer man ist Überhand nehmen kann. Ein wichtiger Leitsatz, den man sich ständig vorsagen und verinnerlichen sollte, ist: „Ich bin genug." Sie sind die wichtigste Person in Ihrem Leben, und ich freue mich darauf Sie auf dem Weg zu dieser Erkenntnis begleiten zu dürfen.
© Martin Herzog, MSc
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